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Fachkolloquium „Flussholz“

12. April 2019

Umgestürzte und freigespülte Bäume und große abgebrochene Äste sind wichtige natürliche Komponenten unserer Flüsse. Sie gestalten das Flussbett und die Ufer und stabilisieren die Flusssohle. Zudem bieten sie Kleinstlebewesen und Fischen Lebensraum. Sie sind wesentliche Strukturelemente die zur Erreichung des guten ökologischen Zustands der Gewässer notwendig sind.

Im Gegensatz dazu fokussiert die Gewässerbewirtschaftung in der Regel immer noch auf die Entnahme von Totholz welches als Risiko für Hochwasserschutzanlagen und auch Verklausungen betrachtet wird oder auf den präventiven Rückschnitt bzw. auf Uferbefestigung zur Reduzierung des Totholzeintrags.

Mit dem Fachkolloquium „Flussholz“ soll dieses Spannungsfeld näher beleuchtet und ein Austausch zwischen Akteuren in Forschung und Anwendung angeregt werden

Veranstaltungsort

Das Kolloquium wird an der Hochschule Anhalt, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof Dessau stattfinden. die genaue Räumlichkeit wird noch bekannt gegeben.

Programm, 13.11.2019

Änderungen vorbehalten!

Block 1: 12.30 – 13.30 Uhr
Die Bedeutung von Flussholz im Gewässer

  • Die flussmorphologische und biologische Bedeutung großen Flussholzes, Mario Brauns, UFZ Magdeburg, Department Fließgewässerökologie
  • Bedeutung von natürlichem Holzeintrag, Michael Seidel, Hochschule Magdeburg

13.30 – 14.30 Uhr – Mittagspause

Block 2: 14.30 – 15.30 Uhr
Zielvorstellungen und heutige Situation

  • Totholzanteil in den Fließgewässertypen, Zielgrößen nach WRRL, derzeitiger Zustand im überregionalen Kontext, Uwe Koenzen
    Planungsbuero Koenzen
  • Umgang mit Totholz an bayerischen Fließgewässern – vom Entwicklungsziel zur praktischen Umsetzung, Timo Krohn, LfU Bayern

15.30 – 16.30 Uhr – Kaffeepause

Block 3: 16.30 – 18.00 Uhr
Einbringung künstlichen Totholzes – Aufwand & Nutzen

  • Renaturierung von Gewässern mit Totholzkomponenten an österreichischen Donauzuflüssen, Roland Schmalfuß, Verbund /AT
  • Einbau von Raubäumen / Totholz in dynamischen Fließgewässern in NRW, Hannes Schimmer / Andreas Vollmer (Bez. Reg. Münster, NRW; Ing.büro Vollmer, Geseke)
  • Erfahrungen mit dem Einbau von großen Raubäumen an der unteren Mulde bei Dessau, Georg Rast / Heiko Schrenner, WWF Deutschland

19.30 Uhr – gemeinsames Abendessen

Programm, 14.11.2019

Block 4: 09.00 – 10.30 Uhr
Flussholz in der öffentlichen Wahrnehmung

  • Rechtliche Aspekte der Gewässerunterhaltung in Bezug auf Holzvorkommen (natürlicher und künstlicher Eintrag), Martin Dittrich, TLUBN Thüringen
  • Warum Natur nicht immer Wildnis ist – (Fluss-) Landschaften in unserer Wahrnehmung, Thomas Steinberg, freier Journalist

Block 5: 10.30 – 11.00 Uhr
Abschlussdiskussion, kurzes Resümee, weiteres Vorgehen


Block 6: 11.00 – 16.00 Uhr
Exkursion in die Muldeaue

  • Prallufer mit natürlichem Totholzeintrag (Referenzabschnitt)
  • Flusstyp-orientierte Uferentsicherung im Prallhangbereich
  • Maßnahmenbereich mit eingebauten Raubäumen

Versorgung mit Lunchpaketen, Länge der Exkursion je nach zeitlicher Verfügbarkeit, Transport mit Kleinbussen geplant.

Alle Züge ab 16 Uhr ab Hauptbahnhof Dessau-Roßlau werden erreicht.

Empfehlung: Vom 15.11.-16.11 findet das Gewässerschutzforum der Umweltverbände in Dessau-Roßlau am Umweltbundesamt statt –
Thema: “Gewässerschutz geht nur gemeinsam!“

Anmeldung

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