Bericht von der Auftaktveranstaltung am 05. April

Am 05. April hatten die Projektpartner zur Auftaktveranstaltung in den Krötenhof geladen. Über 100 Gäste erhielten aus erster Hand Informationen zu den geplanten Projektmaßnahmen und konnten Einblick in die angedachten Forschungsarbeiten nehmen. Die Vorträge der Projektträger, Ausführenden und der Kooperationspartner wurde durch eine informative Posterausstellung gerahmt. Etwa zehn Walderseer Bürger protestierten mit Plakaten vor dem Krötenhof. Der WWF bot an, den begonnenen Dialog fortzusetzen und überreichte ein Papier in dem die Antworten auf die in vorangegangen Bürgerinformationsrunden häufig gestellten Fragen beantwortet sind. Auch im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden die Antworten auf die kritischen Fragen durch die geladenen Experten fundiert erläutert. Das Lokalfernsehen RAN1 hat über die Auftaktveranstaltung einen informativen Beitrag erstellt. Ebenso berichtete die Mitteldeutsche Zeitung ausführlich vom Auftakt. Auf dieser Seite finden Sie zusätzliche Bilder.

05. April Projektauftaktveranstaltung im Krötenhof

Der WWF und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung lädt interessierte BürgerInnen und Institutionen am Dienstag, den 5. April 2016 von 16:15 bis ca. 19:00 Uhr in die Villa Krötenhof, Wasserstadt 50, 06844 Dessau-Roßlau zur Auftaktveranstaltung für das Projekt "Wilde Mulde" ein. Bitte melden Sie Ihr Kommen per Mail unter heiko.schrenner@wwf.de an. 15.45 - 16.15 Uhr - Einlass
  • Empfang und Besichtigung der Informationstafeln der Projektpartner
16.20 Uhr - Begrüßung
  • Guido Puhlmann, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und Vorsitzender EUROPARC Deutschland
  • Ministerialdirigentin Dr. Christiane Paulus, Unterabteilungsleiterin Naturschutz, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
  • Dr. Diana Pretzell, Leitung Naturschutz Deutschland, World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland
  • Prof. Dr. Klaus Henle, Leiter des Department Naturschutzforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ), Leipzig
  • Dr. Gabriele Kegler, Leiterin Umweltamt Stadt Dessau-Roßlau
  • Frank Beisitzer, Leiter Flussbereich Wittenberg, Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW)
17.15 - 18.00 Uhr - Vorstellung des Projekts und öffentliche Diskussion
  • Präsentation der Projektmaßnahmen und Projektpartner
  • Moderierte Fragerunde und öffentliche Diskussion
18:00 - 19:00 Uhr - Buffet
  • mit Gelegenheit zu weiteren Fragen und Diskussionen
Bei Anreise mit dem PKW beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Zufahrt.

Information des Bauausschusses

Am 22.03. wurde das Projekt "Wilde Mulde" dem Bauausschuss der Stadt Dessau-Roßlau vorgestellt. Einem einleitenden Vortrag durch den WWF folgte eine Diskussion des Projektes durch die Fraktionen. Thematischer Schwerpunkt war die Frage, der Hochwasserneutralität der Maßnahmen. Seitens des WWF wurde diesbezüglich darauf verwiesen, dass ein solcher Nachweis integraler Bestandteil der Genehmigungsplanung ist. Es wurde in Richtung der Ortschaftsräte das Angebot unterbreitet, mit den Ergebnissen eines solchen Nachweises unter Hinzuziehung von Experten erneut in den Ortschaftsräten vorzusprechen. Vom Bauausschuss wurde darauf verwiesen, die weiteren Einwendungen der Ortschaftsräte und der Anlieger in den Genehmigungprozess aufzunehmen und darauf einzugehen. Dies entspricht dem durch die Genehmigungsbehörde vorgeschlagenen und durch den WWF voll unterstützten Verfahrensweg.  

Information der Ortschaftsräte

Nachdem der WWF bereits im April und September 2015 in jeweils gemeinsamen Veranstaltungen die Ortschaftsräte Kleutsch, Sollnitz, Mildensee, Waldersse sowie den Stadtteilbeirat Törten informiert hatte, erfolgt derzeit eine weitere Informationsrunde. Dazu wird insbesondere zur Genehmigungsplanung und deren Beteiligungsmöglichkeiten berichtet.    

Wie ist der Hochwasserschutz im Projekt berücksichtigt?

Wir werden von vielen Dessauern immer wieder zu Recht gefragt, wie der Hochwasserschutz im Projekt berücksichtigt wird. Die Maßnahmen die wir durchführen haben auf die Wasserführung der Mulde nur ganz begrenzte, lokale Auswirkungen. Mit fortschreitender Planung werden wir diese Annahmen durch Ingenieurbüros, die sich auf die Berechnung von Fließgewässern spezialisiert haben, untersuchen lassen. Dies ist im übrigen auch Voraussetzung, um die notwendigen Genehmigungen zu erhalten. Die Einbringung von Totholzbäumen geschieht im Muldeverlauf mit großer Regelmäßigkeit von Natur aus. Der Unterschied zu den von uns eingebrachten Totholzbäumen ist, dass wir unsere Bäume massiv verankern. Dies ist notwendig, da wir ja Langezeitbeobachtungen an diesen Bäumen durchführen wollen. Und dies funktioniert nur, wenn der Baum dort liegen bleibt wo er eingebracht wurde. Somit können diese Bäume bei steigenden Wasserständen auch nicht davon schwimmen und z.B. Brückenquerschnitte einengen.

Erstes Arbeitstreffen aller Beteiligten

Am 26. und 27. Januar werden erstmals alle Projektbeteiligten zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen zusammenkommen. Ziel ist es die Abläufe des Projektes durchzusprechen und zu vereinbaren wie die Forscher im Feld vorgehen. Was soll gemessen und untersucht werden? Wo sollen die Analysen stattfinden? All das findet in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden und dem Biosphärenreservat statt. Schließlich sollen Tiere und Pflanzen so wenig wie möglich gestört werden.23

Unterstützung unter Dach und Fach

Das Projekt Wilde Mulde ist ein einzigartiges Verbundprojekt aus Naturschutzmaßnahmen und Forschungarbeiten. Der WWF Deutschland und fünf Forschungseinrichtungen koordiniert durch das Helmholtz - Zentrum für Umweltfoschung fanden im Bundesministerium für Bildung Forschung sowie mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanzielle und fachliche Unterstützer des Projekts. Somit kann das ambitionierte Projekt am 01.12.2015 beginnen. Es hat eine Laufzeit von 5 Jahren.