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Ökosystemleistungen

Die Natur mit ihren Ökosystemen erbringt verschiedene Leistungen, welche von uns Menschen genutzt werden können. Diese Leistungen eines Ökosystems werden unter dem Begriff Ökosystemleistungen zusammengefasst. Diese tragen direkt und indirekt zu unserem Wohlbefinden bei, denn sie sind u.a. Voraussetzung für die Produktion zahlreicher Güter und Dienstleistungen (TEEB DE 2012: 15). Der Nutzen für uns Menschen kann dabei verschiedener Art sein, von wirtschaftlich bis hin zu gesundheitlich oder psychisch (Podschun et al. 2018: 456).

Versorgungsleistungen

Unter den Versorgungsleistungen hat beispielsweise die Flussfischerei in Deutschland zwar an Bedeutung verloren, doch viele Flüsse dienen noch immer der Trinkwasserversorgung, darunter auch die Elbe. Die Verschmutzung der Flüsse mit Schadstoffen, schränkt die Nutzbarkeit solcher Produkte häufig stark ein. Zu einem gewissen Teil können intakte Flüsse eine Verschmutzung durch ihre natürliche Selbstreinigungskraft ausgleichen. So werden bspw. von Pflanzen, Tieren und Sedimenten Nährstoffe wie Phosphat aufgenommen.

Weiterhin besitzen Auen wegen ihre hohen Bodenfruchtbarkeit für den Menschen eine große Bedeutung. Diese ist den regelmäßigen Überflutungen zu verdanken: da im Hochwasserfall das Wasser lange auf den Auenflächen steht, setzen sich Bodenpartikel ab und bilden den fruchtbaren Auenlehm. Lehm ist nicht nur ein geeigneter Boden für die Landwirtschaft, sondern auch ein beliebter Baustoff . Die heutigen Auenflächen entlang der Mulde sind allerdings nicht nur reich an Nährstoffen, sondern auch durch Schadstoffe belastet. Aus diesem Grund dürfen auf den Auenflächen wachsende Pflanzen, beispielsweise Futterpflanzen für die Viehhaltung,  seit den 1990er Jahren nicht landwirtschaftlich verwendet werden. Auch Schwarzwild (Wildschein), das in der Muldeaue erlegt wurde, darf nicht vermarktet werden.

Regulierungsleistungen

Gewässerflächen haben einen regulierenden Einfluss auf das Umgebungsklima. Da Wasser sich langsamer erwärmt und abkühlt als die Landflächen, mildern diese  Temperaturschwankungen sowie Höchst- und Tiefstwerte in der Umgebung ab. Zusätzlich wirken auch die Auen mitsamt ihrer Altarme, feuchten Wälder und Wiesen mildernd auf das lokale Klima. Gerade Städte profitieren von dieser kühlenden Wirkung, denn von Beton und Asphalt geprägte Stadtkerne heizen sich deutlich stärker auf als die umgegebene Landschaft. In warmen Sommernächten kann dieser Temperaturunterschied bis rund 10 Grad betragen (Mayer 2010).

Weiterhin prägen schwankende Wasserstände und regelmäßige Überflutungen Flussauen. Diese Dynamik ist der Schlüssel für funktionierende Stoffkreisläufe und eine intakte Artenvielfalt. Die Auenflächen mit ihren Wäldern und Wiesen sind ein natürlicher Zwischenspeicher für Hochwasser. Insbesondere große Altarme können als natürliche Retentionsräume in der Aue fungieren und damit Hochwasserspitzen abmildern. Allerdings sind heute nur noch etwa ein Drittel der natürlichen Überschwemmungsflächen an den deutschen Flüssen vorhanden. Die restliche Fläche wurde durch Deiche vom Fluss entkoppelt, um sie zu bebauen oder zu bewirtschaften. Diese Eingrenzung des Überflutungsbereichs hat intensivere Überflutungen zur Folge. Der Klimawandel verschärft diese Problematik zusätzlich; Überflutungen geschehen häufiger und intensiver. Bei der Jahrhundertflut 2002 stand die zu Dessau gehörende Ortschaft Waldersee nach einem Deichbruch vollständig unter Wasser. Seither wurden bis heute an der Unteren Mulde durch Deichrückverlegungen 3.227 Hektar Fläche (Hochwasserschutzkonzeption Sachsen-Anhalt) wieder dem natürlichen Hochwasserrückhalt zurückgeführt.

Beachtlich ist auch die Wassermenge, die Flüsse transportieren: der durchschnittliche Abfluss der Mulde liegt bei annährend 73 Kubikmeter pro Sekunde.  Auf eine Stunde gerechnet durchfließen damit etwa 262 Mio. Liter Wasser die Mulde. Hiervon profitiert der Mensch vor allem bei Starkregenereignissen.

Darüber hinaus besitzen Flussauen eine hohe Bedeutung für die Speicherung von Kohlenstoff. Moorböden, welche Bestandteil einer intakten Flussaue sind, speichern die größten Mengen Kohlenstoff. Doch auch Wälder und Wiesen speichern Kohlenstoff im Auenboden, im Holz der Bäume oder in der übrigen pflanzlichen Biomasse. Durch Entwässerung der Böden zur leichteren Bewirtschaftung, durch Umwandlung zu Ackerflächen oder durch Abholzung von Auwäldern kommt es dagegen zur erheblichen Freisetzung von Gasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2), die zur Erwärmung des Erdklimas beitragen.

Kulturelle Leistungen

Kulturelle Leistungen ergeben sich aus der Interaktion des Menschen mit den Ökosystemen und können sehr vielschichtig sein. Sie reichen von der Beobachtungsmöglichkeit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt über sportliche Aktivitäten bis hin zu den Besuch kulturhistorischer Bestandteile der Landschaft.

Generell haben Flüsse als Landschaftsbestandteil eine große Anziehungskraft auf Menschen und besitzt somit einen wichtigen Stellenwert für die Erholung mit positiven Effekten auf die körperliche und seeliche Gesundheit.Folglich werden Flüsse auch für verschiedenste Formen der wassergebundene Erholung genutzt. Beliebte Aktivitäten sind Angeln, Schwimmen und Baden sowie Bootfahren, darunter sowohl sportliches Rudern und Paddeln oder die beliebte Fahrgastschifffahrt. Da ein Großteil der Mulde jedoch als Naturschutzgebiet geschützt ist, nehmen diese Freizeitaktivitäten eine kleinere Rolle ein als bspw. an der Elbe. Dennoch können wasserbezogene Aktivitäten mit Einschränkungen auch hier durchgeführt werden

  • Die Rudervereinigung Dessau e.V. nutzt den Bereich zwischen Muldewehr Dessau und der A9-Brücke als Trainingsstrecke
  • Die Junkers Paddelgemeinschaft Dessau e.V. darf an vereinzelten Terminen im Jahr die Untere Mulde ab Raghun bis zu Elbemündung befahren
  • Der Angelverein Dessau e.V. nutzt neben der Elbe auch Altarme der Mulde zum Angeln
  • Darüber hinauch besteht in Dessau eine lange Flussbadetradition, die sich jedoch wegen der hohen Schutzwürdigkeit der Mulde und in der Vergangenheit gravierenden Schadstoffbelastung auf bestimmte Altarme und Altwässer beschränkt.

Die untere Muldeaue ist durch ein Mosaik an Wäldern, Wiesen, Fließ- und Stillgewässern, Gehölzen, Kiesbänken sowie durch den Menschen angelegte Acker- Siedlungs- und Verkehrsflächen geprägt. Zahlreiche Landschaftselemente wie Deiche, Solitärbäume (große freistehende Bäume, vorwiegend Eichen) und Altwässer verleihen der Unteren Muldeaue eine besondere Einzigartigkeit. Das hochwertige Landschaftsbild und das Vorhandensein von Gewässern, Wiesen und Wäldern macht die Mulde zu einem beliebten Ausflugsziel. Der Radtourismus spielt dabei eine übergeordnete Rolle, nicht zuletzt weil an der Jagdbrücke bei Dessau zahlreiche Radwanderwege (Muldetal-Weg, Elbe Radweg, Euro-Route R1) zusammenlaufen. Radwege entlang von Flüssen haben eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung für den Tourismus. Allein im Jahr 2008 gaben 145.000 Radreisende entlang des Elberadweges über 83 Mio. Euro aus (ADFC Radreiseanalyse 2009). Auch der Mulderadweg, der an der Jagdbrücke endet, ist sehr beliebt.

Weiterhin ist die Untere Mulde, als Teil des UNESCO-Welterbes „Dessau-Wörlitzer Gartenreich“ stark kulturhistorisch geprägt. Zwischen 1760 und 1817 von Fürst Leopold  den III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau gestaltet, finden sich heute noch in der Unteren Muldeaue zahlreiche Gärten und Landschaftsparks wie das Luisium mit dem angrenzenden Gestüt, der Georgengarten oder der Beckerbruch, welche zahlreiche Erholungssuchende und Touristen anziehen. Vor allem der sehr beliebte Tiergarten ist von den auentypischen Lebensräumen Auwäldern, Altwässern und Wiesen geprägt. Zudem sind die Solitäreichen landschaftsprägende Elemente von Muldeaue und Gartenreich. Weitere nennenswerte Kulturdenkmäler in der Unteren Muldeaue und im Mündungsbereich zur Elbe sind die Jonitzer Wassermühle und die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn samt zugehöriger Muldebrücke.

Zu den sogenannten Kulturellen Ökosystemleistungen zählt neben dem klassischen kulturellen und touristischen Angebot auch der Wissens- und Erkenntniszuwachs. Die Mulde eignet sich durch ihre noch immer stellenweise naturnahen Abschnitte mit aktiver Ufererorsion und -verlagerung besonders gut als Anschauungsobjekt für derartige Prozesse, welche nur noch an wenigen Orten in Deutschland beobachtet werden können.

Auch für die Erholung der Menschen sind Ufer von großer Bedeutung, denn sie machen Flüsse dem Menschen erst zugänglich. Verschiedene Studien zeigen, dass die Menschen naturnahe Flussläufe und Ufer schöner finden als befestigte, künstliche Gewässer und diese auch zur Erholung bevorzugen (BUND 2019, BMUB & BfN 2014, Rayanov et al. 2018). Auch Befragungen an der Mulde bestätigten dies. So wurde das Landschaftsbild an den naturnahen Standorten Braunsche Lache und in der Kernzone des Biosphärenreservates besser bewertet als den stärker vom Menschen geprägten, befestigten Ufern nahe Priorau oder Sollnitz.

Besonders flache Kiesbänke werden gern zum Verweilen, Sonnen und Baden genutzt. Die Kiesbänke an der Mulde sind jedoch aufgrund ihrer Seltenheit streng geschützt und dürfen nicht betreten werden. Stattdessen bietet es sich an, die dort vorkommenden Tiere aus der Ferne zu beobachten. Selbiges gilt für die Steilufer der Mulde, in denen Uferschwalben und Eisvögel brüten. Rad- und Wanderwege sind zudem besonders attraktiv, wenn sie nahe am Gewässerufer verlaufen.

Da Angeln in der Mulde selbst großflächig verboten ist, nutzt der Anglerverein Dessau unter anderem auch Altwässer, wie das Möster Alte Wasser.

Zudem blickt Dessau auf eine lange Tradition des Flussbadens zurück. Vor Beginn des ersten Weltkrieges gab es in insbesondere an Nebenarmen der Mulde eine Vielzahl von Badeanstalten, was die Stadt zum Zentrum der Flussbäder machte. So ist die Flussbadeanlage „Rehsumpf“ entlang der Jonitzer Mulde eine der ältesten noch erhaltenen Flussbäder in Deutschland. Nach dem zweiten großen Mulde-Hochwasser 2013 wurde sie jedoch stillgelegt. Aktuell gibt es wieder Bemühungen, das Rehsumpf-Bad zu reaktivieren. So gründete sich 2016 extra ein Verein, welcher sich für die Wiederbelebung dessen Wiederbelebung einsetzt (Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2018).

Neben ihrem Freizeitwert werden naturnahe Altwässer von vielen Menschen als schön und idyllisch empfunden, welche sich sehr gut für Naturbeobachtungen eignen.

Vor offiziellen Beginn des Projektes „Wilde Mulde“ gab es Widerstand gegenüber dem geplanten Einbau von Flussholz. Hintergrund waren die teils traumatischen Erfahrungen Anwohner mit Hochwasserkatastrophen, insbesondere mit dem Elbehochwasser 2002, der „Jahrhundertflut“. Sie befürchteten, dass die eingebauten Bäume das Risiko und die Intensität von Hochwasserereignissen erhöhen könnten. Auch dass sie im Hochwasserfall davon treiben und dabei Deiche oder Brücken beschädigen, wurde vermutet. Weiterhin sorgte sich der Ruderverein um seine Trainingsstrecke, da dort ebenfalls Bäume eingebracht werden sollten.

Abb. 1 Protest gegen den Einbau von Flussholz

Der Ausschluss von Gefahren für die Bevölkerung war demnach oberstes Planungsziel. So musste im Genehmigungsverfahren ein Nachweis erbracht werden, dass keine negativen Auswirkungen für den Hochwasserschutz entstehen. Auch die Verankerung der Bäume wurde höchsten Sicherheitsstandards angepasst. Zudem gab es zahlreiche Informationsangebote für die Bevölkerung. An öffentlichen Terminen wurden die Planungsabsichten vorgestellt und Bedenken konnten geäußert werden. Bei Exkursionen und an den Muldeflusstagen wurde die örtliche Bevölkerung zusätzlich über den Nutzen von Flussholz aufgeklärt.

Als Folge der anfangs beobachteten Ablehnung des geplanten Raubaum-Einbaus in der Mulde, wurde 2018 eine deutschlandweite Bevölkerungsumfrage in Auftrag gegeben. 2100 Menschen wurden zu verschiedenen Aspekten bezüglich der Wahrnehmung und Akzeptanz von Flussholz befragt.

Abb. 2 Zustimmung und Ablehnung der Befragten gegenüber Aussagen zu Flussholz

Dabei wurde deutlich, dass eine Mehrheit von bis zu zwei Dritteln der Meinung ist, dass Flussholz das Erscheinungsbild von Flüssen verschönert und sich positiv auf das Ökosystem Fluss auswirkt. Der Einbringung von Raubäumen in  einen Fluss oder Bach in der  Nähe ihres Wohnortes würden 58 % der Befragten zustimmen, jeder fünfte würde dies aber ablehnen. Dass aber 60 bzw. 47 % Flussholz für ein Risiko im Hochwasserfall und für Paddler halten, passt zu der bereits festgestellten Erklärungsbedürftigkeit einer solchen Maßnahme.

Die gleichen Fragen wurden bei einer Online-Befragung im Jahr 2018/2019 gezielt an die Anwohner des Projektgebietes gerichtet. Die nicht repräsentative Befragung wurde von 87 Personen beantwortet. Davon stimmten etwas weniger als in der deutschlandweiten Befragung  (61 %) der Aussage hinsichtlich einer Aufwertung des Landschaftsbildes zu. Auch die Bedenken bezüglich des Risikos bei Hochwasser oder für Paddler fielen in Dessau und Umgebung etwas geringer aus (46 bzw. 47 %). Die Zustimmung für eine weitere (theoretische) Einbringung von Flussholz in der Mulde lag bei 57 %. Bei weiteren Befragungen direkt an der Mulde im August/September 2019 lag die Zustimmung unter den 180 befragten Personen bei 63 %. Hier vermuteten nur 15 % negative Auswirkungen auf den Hochwasserschutz, während 64 % keine Auswirkungen annahmen.

Lebensräume und biologische Vielfalt

Flüsse bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Sie sind somit wichtig für die Biologische Vielfalt, die die Vielfalt an Lebensräumen, Arten und genetischen Informationen einschließt. Diese Vielfalt ist die Grundlage für zahlreiche Ökosystemleistungen, wodurch ihr häufig ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. So ist bspw. die Selbstreinigungsleistung der Gewässer auf das Vorhandensein spezialisierter Kleinstorganismen angewiesen. Fehlen diese Organismen, muss die Wasseraufbereitung technisch erfolgen. In einer 2012 erschienen Studie wurde vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) berechnet, dass die Reinigungsleistung der 79 größten Flüsse und ihrer Auen in Deutschland einer Wirtschaftsleistung von 540 Mio. Euro entsprechen.

Wiesen, Wälder, Altwässer – Auen beherbergen ein ganzes Sammelsuruim an Lebensräumen und somit auch eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten. Sie sind ein sogannter Hotspot der Biodiversität was die Vielfalt an Lebensräumen, Arten und genetischen Informationen einschließt. Diese Vielfalt ist die Grundlage für zahlreiche Ökosystemleistungen, wodurch ihr häufig ein besonderer Stellenwert beigemessen wird.

Naturnahe Ufer zeichnen sich durch eine lückige Vegetation mit einem hohen Anteil spezialisierter Pflanzen aus, welche daran angepassten Tieren wie Käfern und Libellen einen Lebensraum bieten. Sie sind somit wichtig für die Biologische Vielfalt, die die Vielfalt an Lebensräumen, Arten und genetischen Informationen einschließt. Diese Vielfalt ist die Grundlage für zahlreiche Ökosystemleistungen, wodurch ihr häufig ein besonderer Stellenwert beigemessen wird.

Altarme und Altwässer bereichern die Flussaue um Stillgewässer mit wenig bis gar keiner Strömung. Somit ergänzen sie das Artenspektrum. In Altwässern der Muldeaue leben beispielsweise die in Deutschland gefährdeten Fische Bitterling und Schlammpeitzger, Amphibien wie Knoblauchkröte und Laubfrosch und Wasservögel wie verschiedene Enten. Einige Fledermäuse wie die Wasserfledermaus und auch der Eisvogel nutzten Altwässer als Jagdrevier. Der Elbebiber legt seine Behausung häufig in den Altarmen an. Sie sind somit wichtig für die Biologische Vielfalt, welche die Vielfalt an Lebensräumen, Arten und genetischen Informationen einschließt. Diese Vielfalt ist die Grundlage für zahlreiche Ökosystemleistungen, wodurch ihr häufig ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Auf Grund der guten Beobachtungsmöglichkeiten der oben genannten Arten sind die Altwasser an der Mulde für Erholungssuchende besonders beliebte Ausflugsziele. Der Halbe Mond und der Schwarze See im Tiergarten zählen nach Befragungen aus dem Jahr 2018 zu den Lieblingsorten der Befragten.

Flussholz liefert einen großen Beitrag zu Artenvielfalt. Die Holzoberfläche wird von verschiedensten Mikroben, wie Bakterien, Pilzen und Algen besiedelt, welche wiederum Ausgangspunkt einer komplexen Nahrungskette über Wirbellose bis hin zu Fischen sind. Auf dem Flussholz siedeln sich zudem Wasserpflanzen an, die ebenfalls neue Strukturen schaffen. Fische, besonders Jungtiere, nutzen Flussholzansammlungen als schützende Unterstände. Zu guter Letzt schaffen auch die durch das Flussholz veränderten Strömungsverhältnisse mehr Strukturvielfalt von Flusssohle und Ufern und damit weitere Lebensräume.

Sie sind somit wichtig für die Biologische Vielfalt, welche die Vielfalt an Lebensräumen, Arten und genetischen Informationen einschließt. Diese Vielfalt ist die Grundlage für zahlreiche Ökosystemleistungen, wodurch ihr häufig ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. So unterstützen bspw. Mikroben die natürliche Selbstreinigungskraft von Flüssen.